21.02.2014, Joachim Zillien

Ehegattenunterhalt

Familienrecht

Seit dem 01.01.2008 ist das Unterhaltsrecht neu gefasst worden.

Die jetzige Gesetzeslage hat die Voraussetzungen zur Unterhaltsberechtigung letztlich erschwert.

Ein kinderbetreuender Elternteil kann in jedem Falle für einen Zeitraum von drei Jahren nach der Geburt des Kindes Betreuungsunterhalt fordern.

Ein weitergehender Unterhaltsanspruch ist nur dann gegeben, wenn die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit entgegenstehen.

Andere Unterhaltstatbestände, etwa die Geltendmachung eines Aufstockungsunterhaltes sind nur dann berechtigt, wenn das erzielte Einkommen des Unterhaltsberechtigten nicht ausreicht, um den gewohnten eheangemessenen Bedarf zu decken.

Ein zeitlich unbefristeter Unterhaltsanspruch ist nur dann gegeben, wenn ein solcher der Billigkeit entspricht und dauerhafte ehebedingte Nachteile zu verzeichnen sind.

Aufgrund der Vielzahl der zwischenzeitlich ergangenen Entscheidungen verbieten sich pauschale Lösungsansätze.

Jeder Fall muss individuell betrachtet und bewertet werden.

Hier empfiehlt sich der Rat eines fachkundigen Familienrechtlers.