07.11.2014, Dr. jur. Matthias Maurer

Pool-Vereinbarung: Sicherung von Erbschaftsteuervorteilen für kleine GmbH-Beteiligungen

Steuern, Erbschaften

Nach dem derzeit geltenden Erbschaftsteuerrecht gelten die Vergünstigungen von 85% bzw. 100% Steuervorteil nur auf GmbH-Beteiligungen über 25%.

Bei kleineren Beteiligungen von bis zu 25% kann man diese Steuervergünstigung durch den Abschluss eines Pool-Vertrages mit anderen Gesellschaftern erreichen. Insgesamt müssen schließlich über 25% der GmbH-Anteile diesem Vertrag unterliegen.

Ein Pool-Vertrag liegt vor, wenn die Gesellschafter untereinander verpflichtet sind, über die Anteile nur einheitlich zu verfügen und das Stimmrecht nur einheitlich auszuüben.

Sicherheitshalber sollte dieser Vertrag notariell beurkundet und bereits vorsorglich abgeschlossen werden, um in einem unerwarteten Todesfall den Erben die steuerlichen Vergünstigungen zu sichern.

31.10.2014, Heike Engel-Veith

Mindestlohn ab 01.01.2015

Arbeitsrecht, Steuern, Buchhaltung

Ab dem 01.01.2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde.
Bis auf weinige Ausnahmen hat dann jeder Arbeitnehmer Anspruch auf einen Stundenlohn von mindestens 8,50 €.
Zu prüfen ist, welche Lohnbestandteile in die Berechnung des Mindestlohnes einfließen. So wird nach der Rechtsprechung zum Beispiel eine tarifliche Einmalzahlung, die die Zeit bis zur tariflichen Lohnerhöhung überbrücken soll, in die Berechnung einbezogen, nicht aber die vermögenswirksamen Leistungen. Zulagen und Zuschläge, die als Gegenleistung für eine besondere Arbeit des Arbeitnehmers gezahlt werden sind zusätzlich neben dem Grundlohn zu zahlen.
Gerne beraten wir Sie auch zu diesem Thema.

22.10.2014, Dr. jur. Matthias Maurer

Steuerliche Selbstanzeige: Verschärfungen deutlicher als erwartet

Steuern

Das Bundesfinanzministerium hat mittlerweile den Entwurf eines Gesetzes veröffentlicht, mit dem unter anderem auch eine deutliche Verschärfung der Regelungen zur strafbefreienden Selbstanzeige im Steuerrecht vorgeschlagen wird.

Nach dem auch bisher schon über solche Verschärfungen diskutiert wurde, gehen die jetzigen Vorschläge des Ministeriums für die Zeit ab dem 01.01.2015 noch deutlich über die bisher besprochenen Änderungen hinaus.

Zunächst soll die strafrechtliche Verfolgungsverjährung, die bisher in der Regel 5 Jahre beträgt künftig in allen Fällen auf 10 Jahre ausgedehnt und damit der steuerlichen Verjährungsfrist angeglichen werden.

Teuer wird es für den Steuerhinterzieher bei Hinterziehungen von über 25.000,00 € je Tat. Hier soll eine Straffreiheit nur bei Zahlung zum Teil erheblicher Zuschläge auf die nachzuentrichtende Steuer eintreten. So fallen für eine Straffreiheit bei Hinterziehungen von 25.000,00 € bis 100.000,00 € 10% Zuschlag, bis zu 1 Mio. € zusätzlich 15% und über 1 Mio. € ein Zuschlag von 20% an um die gewünschte Straffreiheit zu erlangen.

Weiter werden auch die Sperrgründe für wirksame Selbstanzeigen ausgeweitet, Sonderregelungen für die Umsatzsteuer und Lohnsteueranmeldungen geschaffen und eigene Verschärfungen für Zinsen aus Staaten die nicht der EU oder der EFTA vorgeschlagen.

Bereits eingestellte Verfahren können wieder aufgenommen werden, wenn sich später herausstellt, dass die Angaben im Rahmen der Selbstanzeige unrichtig oder unvollständig waren. Die bereits zugesagte Straffreiheit entfällt dann rückwirkend. In Zukunft gilt noch stärker als bisher, dass Selbstanzeigen sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht einer sehr sorgfältigen Aufbereitung bedürfen um Risiken zu vermeiden.

16.10.2014, Heike Engel-Veith

Immobilien im Steuerrecht

Steuern, Buchhaltung, Immobilienrecht

Ergänzend zu unserem Vortrag am 13.10.2014 zu dem Thema Immobilien im Steuerrecht finden Sie hier die Folien zum Nachlesen.

Gerne stehen wir Ihnen für eine Beratung zur Verfügung.

Download Immobilie_im_Steuerrecht_13102014.pptx
15.10.2014, Dr. jur. Matthias Maurer

Schenkung- und Erbschaftsteuer in der Familie

Testamente, Steuern, Erbschaften

Schenken und Vererben von Vermögen sind hierzulande immer noch Tabuthemen.
Lesen Sie hier unseren Zeitungsartikel zu diesem Thema:

Download Schenkung-_und_Erbschaftsteuer_in_der_Familie_10-14.pdf
27.08.2014, Heike Engel-Veith

Abgeltungsteuer bei Familienangehörigen

Steuern

Mit Unterstützung des Bundes der Steuerzahler (BdSt) ist ein Sieg in puncto Abgeltungsteuer beim Bundesfinanzhof erstritten worden. Von diesem Urteil profitieren vor allem Familien, die ihren Angehörigen ein Darlehen für berufliche oder betriebliche Zwecke gewähren. Darauf weist der BdSt aktuell im Rahmen einer Pressemitteilung hin.

12.08.2014, Susanne Mikofsky

Eine Neuerung mit Tücken

Steuern

Steuererklärung
Viele Kapitalerträge müssen trotz Einheitssatz angegeben werden.
Hier unser Zeitungsartikel dazu:

Download Eine_Neuerung_mit_T_cken__.pdf
08.08.2014, Heike Engel-Veith

Nachträgliche Anschaffungskosten bei Verzicht auf Kleinanlegerprivileg

Unternehmensrecht, Steuern

Der endgültige Ausfall eines Darlehensrückforderungsanspruches eines Gesellschafters, der mit nicht mehr als 10% am Stammkapital beteiligt war, kann gem. BFH-Urteil vom 06.05.2014 zu nachträglichen Anschaffungskosten führen. Voraussetzung hierfür ist, dass zwischen der Gesellschaft und dem darlehensgebenden Gesellschafter vereinbart wurde, dass das Darlehen wie "Eigenkapital" behandelt werden soll und sich die Beteiligten in der Insolvenz an diese Abrede halten.

21.07.2014, Dr. jur. Matthias Maurer

Steuerspartipp: Übernahme der Schenkungsteuer durch den Schenker oft sinnvoll

Steuern

Schenkungen unter Lebenden unterliegen grundsätzlich der Schenkungsteuer. Nach Abzug steuerlicher Freibeträge errechnet sich das Steuersoll je nach Höhe der Zuwendung mit bis zu 30 % des geschenkten Betrages.

In aller Regel übernimmt der Beschenkte die Schenkungsteuer auf die bei ihm angelangte Zuwendung.

Tatsächlich lassen sich jedoch Steuern sparen, wenn der Schenker die Schenkungsteuer übernimmt und an den Beschenkten lediglich den Nettobetrag auszahlt. Die übernommene Schenkungsteuer gilt als weitere Schenkung an den Beschenkten.

Übernimmt der Beschenkte auf eine Zuwendung in Höhe von € 100.000,00 die Schenkungsteuer, errechnet sich hieraus in der Steuerklasse III eine Schenkungsteuer von € 24.000,00. Ihm bleiben damit € 76.000,00 netto Zuwendung.

Wendet der Schenker dem Beschenkten direkt € 76.000,00 zu und übernimmt auch die Schenkungsteuer für diesen Betrag, errechnet sich ein Steuersoll von € 21.840,00.

Bei gleichem Zufluss beim Beschenkten hat der Schenker nun lediglich € 97.840,00 aufgewandt und damit € 2.160,00 gespart.

Gerne beraten MAURER-KOLLEGEN bei Gestaltungen zur Vermögensnachfolge.

14.07.2014, Heike Engel-Veith

Gleichbehandlung von Lebenspartnern (Bundesrat)

Steuern

Die Länder haben am 11.7.2014 dem Gesetz zur steuerlichen Gleichbehandlung von Lebenspartnern zugestimmt. Es wird nun Bundespräsident Gauck zur Ausfertigung zugeleitet.

Das Gesetz sorgt für die vollständige Gleichbehandlung von Lebenspartnern in allen steuerlichen Belangen, indem es noch verbliebenen Anpassungsbedarf zum Beispiel in der Abgabenordnung und im Bundeskindergeldgesetz umsetzt. Mit der im letzten Jahr verabschiedeten Änderung des Einkommensteuergesetzes war zum Ende der 17. Legislaturperiode kurzfristig zunächst nur die steuerliche Gleichbehandlung von Lebenspartnern für das Einkommensteuerrecht geregelt worden.

Quelle: Bundesrat, Plenum KOMPAKT