30.07.2014, Philipp Kranz

Miete und Pacht enden nicht durch Tod

Immobilienrecht, Zivilrecht

Entgegen der weit verbreiteten Meinung werden Miet- und Pachtverhältnisse nicht ohne weiteres beendet, wenn einer der Beteiligten (oder sogar beide) verstirbt. Das Gesetz räumt lediglich Rechtsnachfolgern des Mieters ein zeitlich begrenztes Kündigungsrecht ein.

Auch für die Vermieterseite gilt, dass die Beendigung des Mietverhältnisses nicht automatisch erfolgt, sondern es stets einer ausdrücklichen Kündigungserklärung bedarf. Die entsprechenden Fristen sind unterschiedlich.

Werden die Kündigungsfristen überschritten, sehen sich unter Umständen die verbliebenen Vertragspartner völlig neuen tatsächlichen oder rechtlichen Umständen ausgesetzt.

Es gilt daher, sowohl auf Mieter- als auch auf Vermieterseite den Mietvertrag vorsorgend und rechtssicher zu gestalten.