08.06.2015, Philipp Kranz

Kündigung wegen Geltendmachung des Mindestlohns ist unwirksam

Arbeitsrecht

Arbeitnehmern, die ihren gesetzlichen Anspruch auf Zahlung des Mindestlohns geltend machen, darf nicht aus diesem Grund gekündigt werden. Dies hat das Arbeitsgericht Berlin mit Urteil vom 17.04.2015, Az. 28 Ca 2405/15, entschieden.

Nachdem ein Arbeitnehmer Zahlung des Mindestlohns verlangt hatte, bot der Arbeitgeber eine Reduzierung der Wochenstunden an, um auf diese Weise die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Als der Arbeitnehmer dieses Angebot ablehnte, kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis. Zu unnrecht, wie das Arbeitsgericht feststellte. Die Kündigung stelle einen Verstoß gegen das Maßregelungsverbot gem. § 612 a BGB dar und sei daher unwirksam.

Rechtsanwalt Philipp Kranz von der Kanzlei Maurer – Kollegen in Mainz berät Sie gerne hinsichtlich sämtlicher Fragen des Mindestlohnes sowie des Arbeitsrechts im Allgemeinen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.