11.03.2015, Philipp Kranz

Kein Arbeitsentgelt für berufsvorbereitende Praktika

Arbeitsrecht

Arbeitgeber, die im Auftrag der Agentur für Arbeit Praktikanten im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme zur Vorbereitung einer Berufsausbildung beschäftigen, schulden regelmäßig kein Arbeitsentgelt.

So kommt zwischen Arbeitgeber und Praktikant kein Arbeitsverhältnis zustande, wenn der Praktikant Berufsausbildungsbeihilfen nach dem SGB III erhält, der Praktikumsvertrag die Tätigkeit eindeutig als berufsvorbereitende Maßnahme im Auftrag der Agentur für Arbeit bezeichnet und auch die praktische Durchführung des Vertragsverhältnisses keine abweichende Bewertung zulässt.

Personen, die an einer öffentlich geförderten Maßnahme bei einem Bildungsträger teilnehmen, stehen im Regelfall zur Arbeitsverwaltung in einem öffentlich-rechtlichen Leistungsverhältnis. Damit stellt sich auch der berufspraktische Teil dieser Beruflichen Bildungsmaßnahme, der in Betrieben durchgeführt wird, lediglich als Teil dieser öffentlich-rechtlichen Leistungsbeziehung dar (LAG Hamm, Urteil vom 05.12.2014, 1 Sa 1152/14).

Rechtsanwalt Philipp Kranz von der Kanzlei Maurer-Kollegen in Mainz berät Sie gerne hinsichtlich sämtlicher Fragen des Arbeitsrechts. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.