29.09.2014, Philipp Kranz

Gesetzlicher Mindestlohn gilt für nahezu alle Arbeitsverhältnisse !

Mit dem Tarifautonomiestärkungsgesetz vom 11.08.2014 ist der gesetzliche, flächendeckende Mindestlohn in Deutschland ab dem 01.01.2015 in Höhe von 8,50 € brutto je Zeitstunde verbindliche Grundlage für zahlreiche Arbeitsverhältnisse.

Auch wenn für einzelne Branchen und Berufsgruppen Übergangsvorschriften gelten, ist der Mindestlohn keineswegs eine Randerscheinung für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse oder niedrig qualifizierte Arbeitskräfte.

Zwar ist auch weiterhin ein Stück- oder Akkordlohn zulässig, es gilt jedoch immer die Vorgabe, dass eine Vergütung von 8,50 € brutto je Zeitstunde gewährleistet sein muss. Diese Mindestanforderung an die Vergütung ist in jedem Arbeitsverhältnis einzuhalten, gleich, ob es sich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis oder einen Teilzeitvertrag handelt.

Um eine seriöse Vergütungspolitik und eine stabile Personalstruktur zu gewährleisten, ist es deshalb wichtig, dass Arbeitgeber bereits heute Arbeitsverhältnisse auf mögliche Problempunkte hin überprüfen lassen. Entsprechende Anpassungen können auch jetzt bereits vorgenommen werden.

Auf diese Weise werden Rechtsstreitigkeiten vermieden, die anderenfalls ab dem 01.01.2015 in großer Zahl auf die deutschen Arbeitsgerichte zukommen.

Die Kanzlei MAURER ▪ KOLLEGEN überprüft geltende Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen und unterstützt bei der Entwicklung von transparenten und gesetzeskonformen Vergütungssystemen. Dabei sind neben dem Lohn auch andere geldwerte Vorteile in die Vergütungsberechnung einzubeziehen.