15.09.2014, Philipp Kranz

Erschwerte betriebsbedingte Kündigung eines Mitarbeiters im Vertriebsaußendienst

Arbeitsrecht

Die ordnungsgemäße betriebsbedingte Kündigung eines Mitarbeiters bei Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes, stellt eine besondere Herausforderung für Arbeitgeber dar.

Bereits die Auswahl der Arbeitnehmer für die Sozialauswahl und die Entwicklung von sozialen Kriterien sind durch intensive Rechtsprechung stark eingeschränkt worden. Dem hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein mit Urteil vom 28.01.2014 (Az. 1 Sa 230/13) eine weitere Einschränkung hinzugefügt.

Handelt es sich beim zu kündigenden Arbeitnehmer um einen Vertriebsaußendienstmitarbeiter, so kann in Ermangelung einer arbeitsvertraglichen Eingrenzung auf ein bestimmtes Vertriebsgebiet eine Kündigung dann rechtsunwirksam sein, wenn im Geschäftsbereich des Arbeitgebers in anderen Vertriebsregionen offene Stellen bestehen.

Die gilt auch dann, wenn freie Stellen erst nach dem Zeitpunkt entstehen, der für die ordentliche Kündigung des Arbeitnehmers maßgeblich ist, beispielsweise durch Renteneintritt eines andern Arbeitnehmers, Elternzeit o.ä.

Die Kanzlei MAURER ▪ KOLLEGEN berät Arbeitgeber und als Arbeitnehmer in allen allgemeinen und speziellen Rechtsfragen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts. Hierbei liegt unser Fokus insbesondere auf der außergerichtlichen Einigung der Parteien.

Sollte es jedoch bereits zum Ausspruch der Kündigung gekommen sein, sind gesetzliche Fristen einzuhalten, die eine zügige Beratung durch arbeitsrechtlich versierte Rechtsanwälte erforderlich machen.