26.02.2015, Philipp Kranz

Elternzeit und Arbeitsunfähigkeit lassen Urlaubsansprüche für bis zu 27 Monate fortbestehen

Arbeitsrecht

Urlaubsansprüche, die infolge von Elternzeit im laufenden Urlaubsjahr nicht mehr erfüllt werden können, werden gem. § 17 Abs.2 BEEG auf das nächste Urlaubsjahr übertragen. Was geschieht jedoch, wenn der Arbeitnehmer den Urlaub wegen andauernder Arbeitsunfähigkeit auch in den Folgejahren nicht in natura nehmen kann?

Nach einem aktuellen Urteil des LAG Düsseldorf vom 26.11.2014 – Az. 12 Sa 982/14 – verfällt der gem. § 17 Abs.2 BEEG übertragene Urlaubsanspruch in einem solchen Fall erst 15 Monate nach Ablauf des Folgejahres. Dies bedeutet, dass beispielsweise Urlaubsansprüche aus dem Jahre 2011, die wegen Elternzeit in 2011 und anschließender Arbeitsunfähigkeit auch in 2012 und 2013 nicht erfüllt werden können, erst mit Ablauf des 31.03.2014 verfallen. Das LAG folgt insoweit konsequent der Rechtsprechung des BAG zum Verfall von Urlaubsansprüchen bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit.

Rechtsanwalt Philipp Kranz von der Kanzlei Maurer-Kollegen in Mainz berät Sie gerne hinsichtlich sämtlicher Fragen des Urlaubsrechts (BurlG) sowie des Arbeitsrechts im Allgemeinen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.